Wenn Aufklärung nicht zum vernünftigen Handeln bewegtDer Mangel an Organspendern ist dramatisch

(19.07.2022) Anfang 2022 war die Zahl der Organspenderinnen und -spender in Deutschland um ein Drittel eingebrochen. Bis jetzt hat sich die Situation kaum gebessert. Dabei trat am 1. März ein neues Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende in Kraft. Doch das Projekt der letzten Bundesregierung stockt und hat Mängel. Bürgerinnen und Bürger müssen selbst aktiv werden.
Die kritische Bestandsaufnahme der derzeit geltenden Regelungen und Situation in Deutschland regt zum Nachdenken an.

Nierentrans­plantationen: Wenig Aussicht auf Verbesserung der Lage

(13.04.2022)  Deutschland hat durch eine falsche Politik seinen Spitzenplatz in der Nierentrans­plantationsmedizin eingebüßt und ist selbstverschuldet auf dem Weg zu einer der schlechtesten Nationen in diesem Bereich. Das kritisiert die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) in ihrem jüngst veröffentlichten Jahresbericht. Allzu viel Hoffnung auf eine baldige Besserung der Situation verbreitet sie nicht.

1.992 Nierentransplantationen wurden 2021 in Deutschland durchgeführt, 1.517 postmortale und 475 Lebendnierentransplantationen. „Eine Zahl von 1.992 Nierentransplantationen auf circa 100.000 Dialysepatienten hat zur Folge, dass aktuell in Deutschland geschätzt fünfmal so viele Patienten chronisch dialysiert werden wie nierentransplantiert sind“, erklärt Bernard Banas, Leiter der Abteilung für Nephrologie und des Universitären Transplantationszentrums des Universitätsklinikums Regensburg sowie Vizepräsident der Deutschen Akademie für Transplantationsmedizin.

„Dass das nicht so sein müsste, machen unsere Nachbarn vor.“ Denn in immer mehr Ländern würden mehr Nierentransplantierte leben als es Dialysepatienten gibt.

Für zehntausende von Patienten mache das einen entscheidenden Unterschied, schließlich würden Daten des Europäischen Dialyse- und Transplantationsregisters die unterschiedlichen Lebenserwartungen von Dialysepatienten und Nierentransplantierten klar aufzeigen. „Die niedrige Rate an Transplantationen führt dazu, dass Patienten mittleren Lebensalters in Deutschland so lange auf eine Transplantatniere warten, dass sie rein statistisch ihre Transplantation gar nicht mehr erleben können“, schreibt Banas.

Die Folge: Aufgrund dieses Drucks auf Patienten und Angehörige würden sich viele für eine Lebenstransplantation entscheiden. „Dabei würde man diese ärztlich am besten gar nicht vornehmen wollen“, wendet Banas ein. Denn nicht nur sollten an gesunden Menschen eigentlich keine Operationen erfolgen, auch die rechtlichen Rahmenbedingungen machten es die rechtlichen Rahmenbedingungen Patienten, Angehörigen und Ärzten nicht leicht, Lebendnierentransplantationen durchzuführen.

Banas zeigt wenig Hoffnung, dass sich daran bald etwas ändert: „Lösungen scheinen derzeit nicht in Sicht.“ Zwar bekenne sich die Gesellschaft klar zu Organspende und Transplantation, eine politische, juristische und ethische Diskussion über dringend notwendige Änderungen gebe es aber nicht.

Die Diskussion um die Widerspruchsregelung 2019 und 2020 habe das Dilemma beispielhaft aufgezeigt: „Wir sehen uns nicht in der Lage, Bürgerinnen und Bürgern vorzugeben, zu Lebzeiten eine Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu treffen. Wir lassen jedoch ein Transplantationsgesetz in Kraft, das Angehörigen zumutet, postmortal über die Organspende entscheiden zu müssen.“

Noch bemerkenswerter sei aber, dass in Deutschland jeden Tag Organe aus den anderen sieben Ländern des Eurotransplant-Verbundes transplantiert werden – Organe also, die ohne explizite Zustimmung der Verstorbenen oder deren Angehörigen entnommen wurden, was in Deutschland eindeutig illegal wäre.

Es sei mehr denn je an der Zeit, über Auswege und Alternativen zur klassischen Organtransplantation nachzudenken, mahnt Banas. Das müsse schon bei der Prävention beginnen und auch neue Ansätze wie die Xenotransplantation umfassen, also die Übertragung eines Tierorgans in einen lebenden Patienten. Zwar gebe es da erstaunliche wissenschaftliche Fortschritte, aber für Deutschland gelte auch dabei: „In der Forschung top, eine Anwendung am Patienten noch in weiter Ferne.“ (Quelle: Deutsches Ärzteblatt)

Organspendezahlen auch im zweiten Pandemiejahr stabil

(12.01.2022) Die Zahl der Menschen, die nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe gespendet haben, ist im vergangenen Jahr leicht – um 2,2 Prozent – gestiegen. Hatte die Zahl der Organspender im Jahr 2020 bei 913 gelegen, waren es im Jahr 2021 933. Das teilte die Deutsche Stiftung Organtransplan­ta­tion (DSO) jetzt mit.

Gleichzeitig ging die Zahl der hierzulande postmortal entnommenen Organe mit 2.905 im Vergleich zum Jahr 2020 (2.941) um 1,2 Prozent zurück. Zu diesen 2.905 Organen, die Patienten auf den Warte­listen zur Transplantation erhielten, zählen 1.492 Nieren, 742 Lebern, 310 Herzen, 299 Lungen, 57 Bauchspeichel­drüsen und fünf Därme.

Insgesamt blieben die Organspende- und Transplantationszahlen somit im Jahr 2021 wie bereits in 2020 auf dem annähernd gleichen Niveau von 2019. „Angesichts der seit fast zwei Jahren anhaltenden Pande­mie und der daraus resultierenden Dauerbelas­tung auf den Intensivstationen ist diese Stabilität positiv zu bewerten“, sagte Axel Rahmel, Medizi­nischer Vorstand der DSO.

Im vergangenen Jahr wurden in den 46 deutschen Transplantationszentren 2.979 Organe nach postmor­taler Spende übertragen. Damit lag die Zahl der in Deutschland transplantierten Organe um 74 höher als die Zahl der hierzulande gespendeten Organe. Dies hat laut der DSO der internationale Organaustausch im sogenannten Euro­trans­plant-Verbund ermöglicht.

Die 2.979 transplantierten Organe bedeuten einen geringen Rückgang um 37 Organe (minus 1,2 Pro­zent) gegenüber dem Jahr 2020 (3.016 Organe). Verantwortlich für diese Entwicklung ist der DSO zufolge ein deutlicher Rückgang der Lungentransplantationen (minus 61) und der Pankreastransplantationen (minus 27), während die Zahl der Nierentransplantationen sogar zugenommen hat (plus 58) und die der Herz- und Lebertransplantationen in etwa stabil geblieben ist.

„Es ist nicht auszuschließen, dass die Coronaviruspandemie beim Rückgang bei den Lungen- und Pankre­astransplantationen eine Rolle gespielt hat“, erklärte die DSO die Entwicklung. Die Stiftung weist darauf hin, dass am Jahresende 2021 in Deutschland 8.448 Menschen auf der Warteliste für ein Organ gestan­den haben. (Quelle: Deutsches Ärzteblatt)

Wenn Herz und Niere weiterleben

Organspende in Deutschland

Mehr als 9000 Menschen stehen in Deutschland auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Jeder zehnte stirbt bevor er eins erhält. In Ländern, in denen die Widerspruchslösung gilt, gibt es deutlich mehr Organspenden. So oder so ist es ein schwieriger Prozess.

Erst vor wenigen Wochen hat Marita Donauer einen Brief bekommen – von der Deutschen Stiftung Organtransplantation, 15 Jahre nach dem Tod ihres Bruders.

„Bis auf Herz und Lunge leben alle Organe noch, also die beiden Nieren, die Bauchspeicheldrüse, die Leber. Von den Augenhornhäuten weiß ich nichts, aber da nehme ich auch an, dass das alles noch funktionstüchtig ist. Und das ist ein Riesentrost und eine ganz große Freude.“

Nach einem Gehirnaneurysma des damals 46-Jährigen hatte Marita Donauer gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin und seiner Exfrau entschieden, die Organe des Bruders zur Transplantation freizugeben. Einen Organspendeausweis hatte er nicht, aber alle drei kannten ihn gut und waren sich sicher, in seinem Sinne zu handeln.

„Wir hatten ein Gespräch mit dem Oberarzt der Station, auf der mein Bruder lag, und der hat dann halt angefangen und alle Organe einzeln aufgezählt: linke Niere, rechte Niere,... und da habe ich gleich gesagt, stopp, stopp, das mag ich gar nicht hören, nehmen sie einfach alles, was noch gut funktioniert, und was einem anderen Menschen jetzt ein gutes Weiterleben ermöglicht.“

Meist müssen die Angehörigen entscheiden

Keine Selbstverständlichkeit, sagt Kati Jordan. Die Oberärztin ist Transplantationsbeauftragte im Vivantes Auguste-Viktoria-Krankenhaus in Berlin; und damit die Schnittstelle zwischen der Klinik als einer von 1500 deutschen Entnahmekliniken für Transplantationen und der Deutschen Stiftung Organtransplantation. Jordan führt Gespräche mit Angehörigen von potenziellen Spendern. Dafür wurde sie speziell ausgebildet.

„Da liegt ein Körper an Maschinen, der aussieht als würde er gleich die Augen aufschlagen, der ist rosig unter Umständen, am Monitor schlägt das Herz und man kann natürlich denken, das kann alles gar nicht sein, was sie mir hier sagen. Man muss den Angehörigen begreiflich machen, dieser Mensch ist trotzdem tot. Und wir sind uns sicher. Es gibt keinen Zweifel.“

Meist müssen die Angehörigen entscheiden. Laut Umfragen sind 85 Prozent der Deutschen bereit, nach dem Tod Organe zu spenden, aber nur 40 Prozent haben diese Bereitschaft in einem Organspendeausweis dokumentiert. Mehr als 9000 Patienten stehen in Deutschland auf der Warteliste für ein Spenderorgan bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation. Jeder zehnte stirbt bevor er eins erhält.

Zahl der Spenden während der Pandemie stabil

Immerhin ist die Zahl der Spenden während der Coronapandemie annährend stabil geblieben, in Ungarn oder den Niederlanden wegen Überlastung der Krankenhäuser deutlich gesunken. Kati Jordan kämpft für jedes einzelne Organ, das Leben retten kann – trotz schwieriger Corona-Bedingungen.

„Also die Spenderin, an die ich mich erinnere in diesem Jahr, und die Angehörige war die Mama dieser Patientin, der wir natürlich ermöglicht haben – und das war ihr auch extrem wichtig – ihre Tochter sehen zu können während des Prozesses. Mit der habe ich viele Gespräche geführt, viele am Telefon tatsächlich auch, aber auch viele im Gegenüber, soweit es eben ging, mit Abstand, mit Maske. Ja, wenn die Tränen fallen in die FFP-Maske und es bricht einem das Herz, dass diese Frau nicht einfach die Tränen fließen lassen kann und man sie nicht in den Arm nehmen kann, das war schon nochmal herausfordernder und schwieriger.“

Lebendspende nicht ohne Probleme

Coronaregeln und Arbeitsbelastung führten dazu, dass viele geeignete Spender nicht erkannt, nicht getestet und nicht gemeldet werden, meint die nierentransplantierte Bettina Lange. Sie hat nach Jahren der Dialyse und des Wartens auf der Transplantationsliste eine Nierenspende von ihrem Ehemann bekommen.

„Und seitdem geht es mir gut, man braucht wirklich ein bis zwei Jahre bis man wieder auf einem gesunden Stand ist. Mein Mann hat aber leider dieses Fatigue-Syndrom, was auch etliche Spender haben, dieses Erschöpfungssyndrom, so dass er morgens zum Beispiel gar nicht in Tritt kommt.“

Obwohl ihr Mann beteuert, dass er den Schritt jederzeit wieder machen würde, sei die bei Nieren mögliche Lebendspende nicht der Ausweg für Nierenkranke, meint Bettina Lange. 2000 Nieren werden jährlich in Deutschland transplantiert, davon etwa 500 nach einer Lebendorganspende.

„Die Lebendspende ist natürlich diese Geschichte, dass man im Endeffekt zwei Patienten hat. Denn auch die Lebendspende hinterlässt ja bei dem Spender irgendwann Bluthochdruck, kann passieren, dass er auch irgendwann an die Dialyse muss, also es ist jetzt nicht so ganz ohne.“

Widerspruchs- statt Einwilligungslösung gefordert

Besser sei es, das Verfahren in Deutschland zu ändern, meint die Transplantationsbeauftragte Kati Jordan. Sie favorisiert – statt der in Deutschland geltenden Einwilligungslösung – die sogenannte Widerspruchslösung. Danach wäre jeder ein möglicher Organspender, außer er hat zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen. In den meisten europäischen Ländern werde das genau so gehandhabt, erklärte SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach Anfang des vergangenen Jahres vehement im Bundestag.

„Die Länder, die das gemacht haben, da sind die Spenderzahlen hochgegangen, zum Beispiel in Schweden. Als die Widerspruchslösung eingeführt wurde, hat sich dort die Spenderzahl verdoppelt. Warum ist das so? Weil wir einfach zu viele haben, die bereit sind zu spenden, die aber nicht zum Spender werden, weil die Angehörigen und die Ärzte in der Situation des Hirntods überfordert sind, diese Entscheidung für den Verstorbenen zu treffen, Mehr als die Hälfte stimme dann nicht zu, das ist das eigentliche Problem.“

Die Widerspruchslösung scheiterte in der Abstimmung deutlich. Unter anderem die Grüne Annalena Baerbock hatte sich dagegen ausgesprochen.

„Gerade, weil wir in unserer Verfassung – aus guten Gründen, mit Blick auf unsere deutsche Geschichte – verankert haben, dass man ein Recht auf die Unversehrtheit des eigenen Körpers hat, gerade deswegen können wir nicht einfach mal so eine schnelle Lösung über den Tisch bringen. Und gerade wenn wir wollen, dass wir zu mehr Organspenden kommen, dann müssen wir das im Lichte dieser Geschichte und dieser Verfassung auch prüfen.“

Besonders strenge Regeln in Deutschland

Die Abgeordneten einigten sich auf einen Gesetzentwurf „zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft“, der im März kommenden Jahres in Kraft treten soll. Danach soll man künftig die Organspendebereitschaft auch im Bürgerarmt erklären können, Hausärzte sollen ihre Patienten alle zwei Jahre zu dem Thema beraten und in einem Online-Register könnte die Erklärung einfach dokumentiert und jederzeit geändert werden können.

Für die Organspende gelten in Deutschland besonders strenge Regeln. Hier darf ein Organ erst nach dem Hirntod entnommen werden – in Spanien bereits nach dem Herztod. Das hat neben der Widerspruchslösung dort zu mehr Organspenden geführt. Im vergangenen Jahr stammte rund ein Drittel der Organe in Spanien von herztoten Spendern. Ein neuer Änderungsvorstoß für die Organspende ist in Deutschland allerdings nicht in Sicht. Im Koalitionsvertrag taucht das Thema nicht auf.

Quelle: DeutschlandfunkKultur

Pandemie bremste Verbesserungen bei der Organspende aus

(02.11.2021) Die Organspendezahlen in Deutschland stagnieren. Dennoch zeigte sich die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) auf ihrer hybriden Jahrestagung in Frankfurt am Main optimistisch. Die DSO befasste sich Ende Oktober 2021 mit den aktuellen Entwicklungen der Organ­spende und Transplantation in Deutschland.

Die Stagnation der Spenden sei angesichts des gefühl­ten Auf­bruchs durch die vor gut zwei Jahren ver­abschiedeten gesetzlichen Maßnahmen zur Förderung der Or­ganspende enttäuschend, jedoch vor dem Hintergrund der COVID 19-Pandemie positiv zu bewer­ten, hieß es von der DSO. 

„Die Belastungen auf den Intensivstationen haben in Deutschland, im Gegensatz zu anderen Ländern, nicht zu Einbrüchen bei der Organspende und Transplantation geführt“, erläuterte der Medizinische Vor­stand der DSO, Axel Rahmel, auf der Eröffnungspressekonferenz.

Leider hätten jedoch aufgrund der außer­­gewöhnlichen Belastungen in den Kliniken im Zuge der Corona­pandemie die durch die Ge­setzgebung vorgegebenen Rahmenbedingungen und die begleitenden Maß­nahmen aus dem Initiativ­plan nicht in dem gewünschten Maße umgesetzt werden können.

„Somit ist die angestrebte Steigerung der Organspende zunächst noch ausgeblieben“, so Rahmel. Zwar habe die gute Infrastruktur in Deutschland während der Pandemie eine breitflächige Überforderung der Intensivstation verhindert, gleichzeitig sei jedoch nicht auszuschließen, dass die angespannte Personal­situation zu der Stagnation der Organspendezahlen beigetragen habe.
Weitere Informationen und genaue Zahlen zu den Organspenden finden Sie im Ärzteblatt.

Organspende: Verfahrensanweisung und Leitfaden aktualisiert

(19.10.2021) Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) hat ihre Verfahrensanweisungen zur Or­gan­spende und den darauf aufbauenden Leitfaden für Kliniken überarbeitet. In den Verfahrensanweisun­gen wurden unter anderem Begrifflichkeiten überarbeitet und an international verwendeten Termini an­geglichen.

„Potenzieller Spender“ bedeutet demnach nun: Es liegt eine schwere Hirnschädigung vor, der irreversible Hirnfunktionsausfall steht unmittelbar bevor oder wird als bereits eingetreten vermutet. Zudem ist kein Widerspruch zur Organspende bekannt.

„Qualifizierte Spender“ sind jene, bei denen der irreversible Hirnfunktionsausfall festgestellt wurde, „meldepflichtige Spender“ bei denen der irreversible Hirnfunktionsausfall festgestellt wurde und kein Widerspruch bekannt ist. „Realisierter Spender“, bedeutet, dass die Organentnahme erfolgt ist.

Die ausführlichen Erläuterungen können auf der DSO Homepage eingesehen werden.

DSO Jahresbericht

In ihrem  Jahresbericht "Organspende und Transplantation in Deutschland 2020" präsentiert die DSO detaillierte Statistiken mit bundesweiten und regionalen Daten.  Viele der enthaltenen Grafiken zeigen zudem die Entwicklung der Ergebnisse im Verlauf der vergangenen Jahre.

Ebenso enthält der Bericht ausführliche Informationen über die Strukturen und Partner innerhalb der Gemeinschaftsaufgabe Organspende. Auch die vielfältigen Serviceangebote der Koordinierungsstelle (DSO) werden in der Publikation vorgestellt.

 

Ausführlich geht der Jahresbericht 2020 auf die folgenden Themen ein:

  • das Sonderthema Organspende und Transplantation während der COVID-19-Pandemie
  • die Richtlinie Spendererkennung der Bundesärztekammer
  • Qualitätssicherung – Zahlen zu schwerwiegenden Zwischenfällen (SAE) und schwerwiegenden unerwünschten Reaktionen (SAR) nach Transplantationen
  • ergänzende Informationen zur Transplantation bei Kindern

Weitere Infos und den Jahresbericht 2020 können Sie hier erhalten.

So viele Organe werden gespendet – und benötigt

(19.01.2021) Im vergangenen Jahr wurden hierzulande 2941 Organe gespendet von Menschen, bei denen der Hirntod festgestellt worden war. 2019 waren es mit 2995 nur etwas mehr. 2010 hatte die Zahl bei 4205 gelegen, das war vor den Transplantationsskandalen.

Die Zahlen stammen von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).
9192 Bundesbürger stehen auf der Warteliste

Noch immer werden in Deutschland viel weniger Organe gespendet als benötigt werden. 9192 Patienten standen Ende des Jahres 2020 bei Eurotransplant auf der Warteliste für ein Spenderorgan. Die mit Abstand größte Nachfrage besteht bei Nieren (7338). Es folgen Lebern (891) und Herzen (700).

Zum Vergleich: Vor zehn Jahren war die Reihenfolge dieselbe – wenn auch mit einem weitaus größeren Bedarf: 2010 fehlten 7869 Nieren, 2161 Lebern und 981 Herzen (siehe nachfolgende Grafik). Damals umfasste die Warteliste 11.562 Menschen.
Weitere Informationen mit anschaulichen Grafiken finden Sie im Ärzteblatt.

Unterrichtsmaterial zu Organspende

(August 2020) Die Broschüre „Wissen kompakt - Organspende. Das Unterrichtsheft" richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II und bietet Lehrkräften Anregungen zur Aufbereitung des Themas Organspende im Unterricht.

Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler zu informieren und zu befähigen, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese auf einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Im Heft werden neben Fakten auch Fragen und Bedenken der Jugendlichen zur Organspende aufgegriffen und Lösungswege bzw. Diskussionsansätze zur Beantwortung dieser Fragen aufgezeigt.

Als Begleitmaterial stehen eine methodisch-didaktische Handreichung sowie die Lösungen zu den Aufgaben aus dem Unterrichtsheft ausschließlich als PDF-Dateien zur Verfügung.
Das Broschüren können kostenfrei bei der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung angefordert oder downgeloaded werden:
https://www.bzga.de/infomaterialien/organspende/informationsmaterialien/allgemein/3410/

Größere Überlebens­chancen in Kliniken mit vielen Nierentrans­plantationen

In Zentren mit vielen Nierentransplantationen sind die Überlebenschancen der Patienten im ersten Jahr nach dem Eingriff höher als in Kliniken mit geringeren Fallzah­len. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Ge­sund­heitswesen (IQWiG) in einem neuen Rapid Report, den der Gemeinsame Bundesaus­schuss (G-BA) in Auftrag gegeben hat. Einen Zusammenhang zwischen Leistungsmenge und der Zielgröße „Transplantat­versagen“ fanden die IQWiG-Wissenschaftler aber nicht.

Die Studie ist im Mai 2020 erschienen und kann hier downgeloaded werden.

Neuer Test weist Infektionen und Abstoßungen nach Nierentrans­plantation anhand einer Urinprobe nach

Berlin – Ein neuer Diagnostiktest soll die Versorgung von Patienten nach Nieren­transplantation verbessern. Ein internationales Forschungsteam hat dafür eine einfache Urinprobe mit der als „Genschere“ bekannten CRISPR-Technologie kombiniert. Die Arbeit ist im Journal Nature Biomedical Engineering erschienen (DOI 10.1038/s41551-020-0546-5).

„Die meisten Menschen denken an Gen-Editierung, wenn sie an CRISPR denken, aber dieses Tool ist auch für andere Anwendungen, speziell für günstigere und schnellere Diagnostik, geeignet“, erläutert Michael Kaminski, Leiter der neuen Arbeitsgruppe „Kidney Cell Engineering and CRISPR Diagnostics“, die am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz Gemeinschaft (MDC) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin angesiedelt ist.
Der neue Test weist 2 häufige, opportunistische Viren nach, die oft Patienten nach einer Nierentransplantation infizieren: Zytomegalievirus (CMV) und BK Polyomavirus (BKV). Das Verfahren detektiert auch CXCL9-mRNA, deren Expression während der akuten zellulären Abstoßung von Nierentransplantaten ansteigt. Weitere Infos finden Sie im Ärzteblatt.

Gefäße und Atemwege aus dem 3-D-Drucker – mit funktionierendem Sauerstoffaustausch

Houston – Der welt­weite Mangel an Spenderorganen für Transplantationen macht den Gedanken an künst­liche Organe aus dem 3-D-Drucker extrem reizvoll. Sicher ist das noch Zukunftsmusik. Dennoch faszinieren die kleinen Schritte auf dem Weg zum großen Ziel: So ist es Wissen­schaftlern aus den USA gerade gelungen, Blutgefäße und Luftwege zu drucken, die zu­sammen in der Lage sind, Blut mit Sauerstoff anzureichern.

Denn es werden nicht nur neue Organe gebraucht, sondern auch Gefäßsysteme, die sie mit Nährstoffen versorgen, wie die Forscher in Science (2019; doi: 10.1126/science.aav9750) berichten. „Unsere Organe verfügen über unabhängige vasku­läre Netzwerke, wie die Atemwege und Blutgefäße der Lunge oder die Gallengänge und Blutgefäße der Leber“, so Seniorautor Jordan S. Miller vom Department of Bioengineering der Rice University in Houston, Texas, USA. „Diese Netzwerke sind physisch und bioche­misch verwoben und die Architektur selbst steht in enger Verbindung mit der Gewebe­funktion.“ Den gesamten Bericht können Sie im Deutschen Ärzteblatt nachlesen.

Hilfreiche blinde Passagiere in gespendeten Organen

Neu entdeckte Immunzellen, die bei einer Transplantation mit dem Organ zusammen übertragen werden, können die Abstossungsreaktion mildern. In der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) ist ein aktueller Artikel zu diesem Thema erschienen. Den Artikel können Sie hier lesen.

Organspende und Nächstenliebe

Wolfgang Dorp ist Pfarrer im Ruhestand. Vor drei Jahren bekam der 68-Jährige eine neue Niere transplantiert, nach Jahren an der Dialyse. Seitdem feiert er jedes Jahr zweimal Geburtstag. Herr Dorp ist Mitglied in der IGN und Patientenbegleiter.  Zum Tag der Organspende hat er der Evangelischen Kirch im Rheinland - EKiR ein Interview gegeben. Dieses können Sie hier nachlesen.

Januar

 

01.                                                 Schwimmen

 

06.        Brunchen, Bereich AW oder MYK

 

29.                                        Vorstandssitzung

 

20.12.18  –  04.                        Ferien in RLP

 

20.12.18. – 04.                        Ferien in NRW

 


 

Februar

 

03.                         Brunchen in der Pauke?

 

05.                                                 Schwimmen

 

22.                Kappensitzung des Kreuzbund

 

16.          Kegeln

 

17.          Seniorensitzung in Bad Bodendorf

 

28                                      Schwerdonnerstag /Weiberfastnacht

 

25.02. – 01.03.                        Ferien in RLP

 


 

März

 

04.                                              Rosenmontag

 

05.                                                 Schwimmen

 

10.      Brunchen, Bereich AW oder MYK

 

17        Mitgliederversammlung in Bad Neuenahr, Hotel Villa Aurora

 

19.                                        Vorstandssitzung

 

22.           Gesprächskreis in Bad Bodendorf

 

24.                                Vortrag, Dialyse usw

 

30...                                                        Kegeln

 

31.03.                    Beginn der Sommerzeit!

 

April

 

02.                                                 Schwimmen

 

07..                                    Brunchen in Bonn

 

07.                                               NR Anlassen

 

19.                                                    Karfreitag

 

20                                                            Kegeln

 

21.                                                           Ostern

 

26.-28.                                                 Kevelaer

 

23. – 30.                                     Ferien in RLP

 

15. – 28                                    Ferien in NRW

 

 

 

Mai

 

01.                                             Tag der Arbeit

 

05.       Brunchen, Bereich AW oder MYK

 

07.                                                Schwimmen

 

14.                                        Vorstandssitzung

 

12.                                                      Muttertag

 

19.                                            Vortrag Bonn?

 

25.                                                           Kegeln

 

30.                                 Christi Himmelfahrt

 


 

Juni

 

01.              Tag der Organspende in Bonn?

 

02.                                    Brunchen in Bonn

 

04.                                                 Schwimmen

 

09.-10.                                               Pfingsten

 

08.-11.-.                         Pfingstferien in NRW

 

20.                                             Fronleichnam

 

25.                                       Vorstandssitzung

 

29.                                                           Kegeln

 


 

Juli

 

02.                                                 Schwimmen

 

14.       Brunchen, Bereich AW oder MYK

 

27.                                                           Kegeln

 

       27 Jahre , Dialysekinder Leipzig

 

01.07. – 09.08.            Sommerferien in RLP

 

15.07. – 27.08.           Sommerferien in NRW

 


 

August

 

04.                                   Brunchen in Bonn

 

04                         Grillen in Bad Bodendorf

 

06.                                                 Schwimmen

 

13.                                        Vorstandssitzung

 

23.           Gesprächskreis in Bad Bodendorf

 

25.Vortrag: Thema Testament und Erben

 

31.                                                           Kegeln

 


 

September

 

01.      Brunchen, Bereich  AW oder MYK

 

03.                                                 Schwimmen

 

      Vortrag: Thema offen in Andernach?

 

28.                                                           Kegeln

 


 

Oktober

 

01.                                                 Schwimmen

 

03.                     Tag der Deutschen Einheit

06.                                    Brunchen in Bonn

 

08.                                       Vorstandssitzung

 

26.                                                           Kegeln

 

27.                              Ende der Sommerzeit

 

28.                         35.Gründungstag der IGN

 

30.09. – 11.10.               Herbstferien in RLP

 

14. - .27.10.                   Herbstferien in NRW

 

31.                                          Reformationstag

 


 

November

 

01.                                               Allerheiligen

 

03.       Brunchen, Bereich AW oder MYK

 

05.                                                 Schwimmen

 

15.           Gesprächskreis in Bad Bodendorf

 

19.                                        Vorstandssitzung

 

30                                                            Kegeln

 


 

Dezember

 

01.                                                  Adventcafe

 

03.                                                 Schwimmen

 

08.                                    Brunchen in Bonn

 

21.              Adventsingen in Bad Bodendorf

 

25.                                             Weihnachten

 

31.                                                      Silvester

 

23. – 06.01.20    Weihnachtsferien in RLP und NRW

 Januar

 

01.                                                 Schwimmen

 

06.        Brunchen, Bereich AW oder MYK

 

29.                                        Vorstandssitzung

 

20.12.18  –  04.                        Ferien in RLP

 

20.12.18. – 04.                        Ferien in NRW

 


 

Februar

 

03.                         Brunchen in der Pauke?

 

05.                                                 Schwimmen

 

22.                Kappensitzung des Kreuzbund

 

16.          Kegeln

 

17.          Seniorensitzung in Bad Bodendorf

 

28                                      Schwerdonnerstag /Weiberfastnacht

 

25.02. – 01.03.                        Ferien in RLP

 


 

März

 

04.                                              Rosenmontag

 

05.                                                 Schwimmen

 

10.      Brunchen, Bereich AW oder MYK

 

17        Mitgliederversammlung in Bad Neuenahr, Hotel Villa Aurora

 

19.                                        Vorstandssitzung

 

22.           Gesprächskreis in Bad Bodendorf

 

24.                                Vortrag, Dialyse usw

 

30...                                                        Kegeln

 

31.03.                    Beginn der Sommerzeit!

 

April

 

02.                                                 Schwimmen

 

07..                                    Brunchen in Bonn

 

07.                                               NR Anlassen

 

19.                                                    Karfreitag

 

20                                                            Kegeln

 

21.                                                           Ostern

 

26.-28.                                                 Kevelaer

 

23. – 30.                                     Ferien in RLP

 

15. – 28                                    Ferien in NRW

 

 

 

Mai

 

01.                                             Tag der Arbeit

 

05.       Brunchen, Bereich AW oder MYK

 

07.                                                Schwimmen

 

14.                                        Vorstandssitzung

 

12.                                                      Muttertag

 

19.                                            Vortrag Bonn?

 

25.                                                           Kegeln

 

30.                                 Christi Himmelfahrt

 


 

Juni

 

01.              Tag der Organspende in Bonn?

 

02.                                    Brunchen in Bonn

 

04.                                                 Schwimmen

 

09.-10.                                               Pfingsten

 

08.-11.-.                         Pfingstferien in NRW

 

20.                                             Fronleichnam

 

25.                                       Vorstandssitzung

 

29.                                                           Kegeln

 


 

Juli

 

02.                                                 Schwimmen

 

14.       Brunchen, Bereich AW oder MYK

 

27.                                                           Kegeln

 

       27 Jahre , Dialysekinder Leipzig

 

01.07. – 09.08.            Sommerferien in RLP

 

15.07. – 27.08.           Sommerferien in NRW

 


 

August

 

04.                                   Brunchen in Bonn

 

04                         Grillen in Bad Bodendorf

 

06.                                                 Schwimmen

 

13.                                        Vorstandssitzung

 

23.           Gesprächskreis in Bad Bodendorf

 

25.Vortrag: Thema Testament und Erben

 

31.                                                           Kegeln

 


 

September

 

01.      Brunchen, Bereich  AW oder MYK

 

03.                                                 Schwimmen

 

      Vortrag: Thema offen in Andernach?

 

28.                                                           Kegeln

 


 

Oktober

 

01.                                                 Schwimmen

 

03.                     Tag der Deutschen Einheit

06.                                    Brunchen in Bonn

 

08.                                       Vorstandssitzung

 

26.                                                           Kegeln

 

27.                              Ende der Sommerzeit

 

28.                         35.Gründungstag der IGN

 

30.09. – 11.10.               Herbstferien in RLP

 

14. - .27.10.                   Herbstferien in NRW

 

31.                                          Reformationstag

 


 

November

 

01.                                               Allerheiligen

 

03.       Brunchen, Bereich AW oder MYK

 

05.                                                 Schwimmen

 

15.           Gesprächskreis in Bad Bodendorf

 

19.                                        Vorstandssitzung

 

30                                                            Kegeln

 


 

Dezember

 

01.                                                  Adventcafe

 

03.                                                 Schwimmen

 

08.                                    Brunchen in Bonn

 

21.              Adventsingen in Bad Bodendorf

 

25.                                             Weihnachten

 

31.                                                      Silvester

 

23. – 06.01.20    Weihnachtsferien in RLP und NRW