Seit der Wende 1989 unterstützen wir die Kinderdialyse in Leipzig. Der damalige Vorstand hat den Kontakt mit dem Förderverein erhalten durch Uta Jurak, die als Sozialarbeiterin die Dialysekinder und ihre Eltern betreute. Mehrere Male waren die Kinder und Jugendlichen im schönen Ahrtal zu Besuch, wo die IGN immer ein interessantes Ferienprogramm für die Leipziger zusammenstellte. Besonders haben sich engagiert die Fam. Reuber, Willi Bach, Alfons Steffens und andere Vorstandsmitglieder. Auch andere Ferienfreizeiten, Sommer- und Weihnachtsfeste wurden von uns finanziell unterstützt. Leider hat sich im Laufe der Jahrzehnte ergeben, dass der persönliche Kontakt weniger wurde und schließlich mit dem Eintritt von Frau Jurak in die Rente ganz versiegte. Wir spenden daher für Ferienfreizeiten und Weihnachten noch jeweils eine best. Summe, für die wir auch Dankesbriefe erhalten. Welche sonstigen Projekte der Leipziger Förderverein noch durchführt, für die evtl. noch Gelder gespendet werden könnten, ist leider nicht bekannt.
Seit vielen Jahren haben wir daher einen regionalen Kontakt zum Kindernierenzentrum Bonn aufgebaut. Zunächst
wurde die Kindernephrologie von Prof. Hoppe und seinen Kolleg*innen an der Kinderuniklinik Bonn übernommen und weiter aufgebaut. Nach einigen Jahren gründete Herr Prof. Hoppe mit seiner Kollegin
Frau Dr. Schalk das Kindernierenzentrum in Bonn Lengsdorf. Wir haben guten Kontakt zu den beiden und zum dazugehörenden Förderverein. Dessen Vorsitzender, Herr Evers hat immer wieder Ideen, wie
man die dialysepflichtigen Kinder fördern und unterstützen kann. Gerne helfen wir da finanziell weiter: So wird ein Gitarrenlehrer engagiert, eine Nachhilfelehrerin, die Kinder betreut, die durch
ihre Erkrankung bedingt Fehlzeiten in der Schule haben und Stoff aufholen müssen. Dieses Jahr sind zwei Ferienfahrten geplant und wie immer ein Sommerfest. Durch Vermittlung der IGN erhielt
der Förderverein das Angebot, zu einem selbst gewählten Termin beim Minigolfverein Bad Bodendorf kostenlos zu spielen. Auch für Verpflegung wird gesorgt. Eine prima Sache!
Wir berichten immer wieder im IGN Journal über die Projekte, die wir finanziell dank ihrer Spenden unterstützen. Auf der Mitgliederversammlung 2026 kam die Frage
auf, warum wir nicht mehr Geld an die Kinder spenden.
Wir spenden nicht an die Dialysepraxen, sondern an die jeweiligen Fördervereine. Wir wir durch unsere enge Bekanntschaft mit dem Fördervereinsvorsitzenden in Bonn
wissen, sind diese auch personell sehr eng besetzt, die Eltern sind alle berufstätig neben ihrer ehrenamtlichen Arbeit und können daher nur in einem bestimmten Maß neue Projekte ins Leben rufen,
die wir unterstützen können. Daher ist es unserer Meinung nach am sinnvollsten, konkrete Anliegen zu unterstützen, die an uns herangetragen werden, zusätzlich noch die bewährten Feste, aber nicht
"einfach so" das Geld zu spenden.
Als in der Ukraine aufgrund des lange andauernden Krieges die Kinderklinik in Kiew mit der Dialysestation bombadiert wurde, haben wir über den Verein
Nierenkinder Berlin-Brandenburg für die Ukrainekinder gespendet. Solche Aktionen werden gerne auch weiterhin von uns unterstützt. Dazu stehen wir mit den Nierenkindern
Berlin-Brandenburg in Kontakt.
Gerne sind wir bereit, weitere Kinderdialysen in der Region zu unterstützen, sofern uns Kontakte hierzu hergestellt werden und konkrete Anliegen bestehen. Eine
schöne Aufgabe für unsere neuen stellv. Vorsitzenden.
(August 2024)
Dankesschreiben der Nierenkinder Berlin-Brandenburg für die eingegangene Spende:
Liebe Frau Fritz, da Frau Cobien im Urlaub ist, möchte ich Ihnen als Vorstandsmitglied auf Ihre liebe E-Mail antworten.
Mein Name ist Oksana Paulsen, ich kam vor 24 Jahren aus der Ukraine nach Deutschland, habe ein nierenkrankes Kind und engagiere mich seit 6 Jahren im Verein
NierenKinder Berlin-Brandenburg.
Ich danke Ihnen und Ihren Mitgliedern von ganzem Herzen für Ihre Spenden und Ihr Mitgefühl! Im Anhang finden Sie einen Bericht über das erste Paket, das wir in die
Ukraine geschickt haben. Darin sind auch einige Fotos der ukrainischen Dialyse-Kinder enthalten. Ich kann Ihnen bei Bedarf noch weitere Fotos senden. Sie können den Newsletter gern an Ihre
Mitglieder weiterleiten und auch für die Zukunft abonnieren. Solche Spendenaktionen sind für die Ukrainer sehr wichtig. Sie zweifeln manchmal, ob die Welt noch an sie denkt, da die Ukraine nicht
mehr täglich in den Schlagzeilen ist. Das Leiden ist unermesslich. Besonders für die Kinder sind Ereignisse wie neulich in Kiew, als das Kinderkrankenhaus zerstört wurde, sehr traumatisch. Und
wenn diese Menschen Grüße und Geschenke aus dem Ausland bekommen, dann fühlen sie sich nicht so allein und schöpfen Hoffnung, dass sie im Notfall auch weitere
Hilfe bekommen werden.
Wir haben tatsächlich noch einige Spenden für die ukrainischen Dialyse-Kinder erhalten, nachdem unser Paket schon nach Kiew geschickt wurde, darunter auch Ihre
Spende. Die Spenden sind zweckgebunden, also werden wir weiteren Bedarf ermitteln und in naher Zukunft ein weiteres Paket vorbereiten und darüber berichten. Wenn Sie dazu Fragen haben, stehe ich
Ihnen gern zur Verfügung.
Vielen Dank noch einmal und ganz herzliche Grüße
Oksana Paulsen
Vorstandsmitglied NierenKinder Berlin-Brandenburg e.V.
Tel.: 0173 820 60 32
E-Mail: [email protected] www.nierenkinder-berlin.de
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