Informationen zum Corona Virus und COVID-19

Wir möchten Ihnen hier aktuelle Infos und Links zu dem Thema geben, die besonders für Menschen mit Nierenerkrankungen, Dialysepatienten und Transplantierte wichtig sind. Wir denken,  Jede(r) hat mittlerweile in den verschiedensten Medien, sei es Tageszeitung, TV oder Radio gehört, wie wir uns am besten verhalten, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

 

Hygienemaßnahmen:

Regelmäßiges und ausreichend langes Händewaschen (mit Seife unter laufendem Wasser und mindestens 20 Sekunden) ist unerlässlich.

Hände grundsätzlich vom Gesicht fernhalten

Beim Niesen oder Husten sollte auf einen Mindestabstand von einem Meter zu anderen Personen geachtet und sich weggedreht werden. Niesen und Husten Sie in die Ellenbogenbeuge.

Verwenden Sie bestenfalls Einwegtaschentücher, die Sie nach einmaliger Benutzung in einem Mülleimer mit Deckel entsorgen. Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Stofftaschentücher.

Nach jedem Naseputzen, Niesen oder Husten sollten die Hände gründlich gewaschen werden.

 

Tagesaktuelle Infos 

Bundesgesundheitsministerium: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/

Infos und Maßnahmen in  NRW: https://www.land.nrw/corona

Infos und Maßnahmen in Rheinland-Pfalz: https://corona.rlp.de/de/startseite/

Weitere Informationen finden Sie in einer vom Rheinland-pfälzischen Familienministerium herausgegebenen Broschüre "Informationen zum Corona Virus in verschiedenen Sprachen"

 

Empfehlungen der DGfN für Nieren-transplantierte Menschen

Tipps für Zystennieren- und Zystenleberpatienten

Aktuelle Informationen des Bundesverbands Niere

COVID-19 - Dialysepatienten sind eine Risikogruppe: Meldung im Ärzteblatt

 

 

Forschung und medizinische Aspekte
SARS-CoV-2: Virenbefall der Nieren geht mit akutem Nierenversagen und erhöhter Sterblichkeit einher

(18.08.2020) Vor wenigen Monaten hatte die Arbeitsgruppe um Prof. Tobias Huber, Nephrologe am UKE in Hamburg, SARS-CoV-2 in den Nieren verstorbener COVID-19-Patienten entdeckt und nachgewiesen, dass diese Organe ebenfalls Ziel von SARS-CoV-2 sind. Nun zeigte die gleiche Arbeitsgruppe, dass dort auch eine Virusreplikation stattfindet, die möglicherweise klinische Folgen hat: Der Nachweis von Virus-RNA in den Nieren korrelierte mit einer höheren Rate an akutem Nierenversagen und einer höheren Sterblichkeit. Wie die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) aus diesen Daten schlussfolgert, müssen Patienten mit schweren COVID-19-Verläufen nephrologisch mitbetreut und nachbeobachtet werden. Die gesamte Meldung ist im Presseportal IDW-Informationsdienst Wissenschaft erschienen.

 

Schnelltest: Dichtigkeit von Mund-Nasen-Schutz kann erheblich variieren

(10.08.2020) Nicht jeder Mund-Nasen-Schutz hält die Viren tragenden Tröpfchen zurück, selbst wenn er korrekt getragen wird. Dies zeigt eine erste Testserie, die US-Forscher in Science Advances (2020; DOI: 10.1126/sciadv.abd3083) mit einer kostengünstigen Prüfkammer durchgeführt haben.

Die Testbox, die ein Team um Martin Fischer von der Duke Universität in Durham entwickelt hat, besteht aus einer dunklen Schachtel. Sie hat vorne eine Öffnung für das Gesicht der Person, dessen Mund-Nasen-Schutz untersucht werden soll. Ihm gegenüber befindet sich auf der Hinterseite eine Öffnung für eine Smartphonekamera. Die Kamera filmt einen Laserstrahl, der durch einen Schlitz in der Seitenwand vor dem Gesicht des Probanden auf einen Schlitz auf der anderen Seitenwand gerichtet wird.

Der Laserstrahl ist nicht zu erkennen, außer wenn seine Strahlung durch Tröpfchen in der Luft abgelenkt wird. Diese Streustrahlung wird von der Smartphonekamera gefilmt und von einer App analysiert. Das Material für die Testbox inklusive Laser kostet laut Fischer „wenige hundert Dollar“. Die Konstruktion sei einfach, aber wegen des Lasers nicht ganz ohne Risiken. Im Prinzip könnte die Box jedoch von Gemeinden aufgestellt werden, um den Bewohnern einen schnellen Test ihres selbst gefertigten Mund-Nasen-Schutzes zu ermöglichen. Den ausführlichen Bericht finden Sie hier.

 

SARS-CoV-2-Impfstoff erzeugt in Phase-1-Studie zu 100 % neutralisierende Antikörper

(05.08.2020) Die US-Biotech-Firma Novavax, die in ihrer 33-jährigen Geschichte keinen einzigen Impfstoff bis zur Marktreife gebracht hat, von der US-Regierung aber mit 1,6 Milliarden US-Dollar unterstützt wird, meldet, dass ihr Impfstoff gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2 in einer Phase-1-Studie bei allen Patienten neutralisierende Antikörper erzeugt hat. Eine Publikation der Ergebnisse steht noch aus. Dennoch fielen die ersten Reaktionen positiv aus. Laut der Welt­gesund­heits­organi­sation wurden Ende Juli 26 Impfstoffe in klinischen Studien getestet. 3 Firmen haben bereits Ergebnisse vorgestellt. Alle nutzen eine Nukleinsäure-basierte Vakzine. Den Patienten werden die Gene für das Spike-Protein (oder Teile davon) in einen Muskel injiziert. Die eigentliche Impfstoffproduktion übernehmen dann die Muskelzellen. Dieser Ansatz ist neu. Sein Vorteil besteht darin, dass sich die Impfstoffe relativ rasch herstellen lassen. Bisher sind keine Nukleinsäure-basierten Vakzinen im klinischen Einsatz, doch die Ergebnisse in den 3 Studien waren positiv.
Weitere Infos finden Sie im Ärzteblatt

 

COVID-19: Remdesivir erzielt bescheidene Wirkung bei Patienten ohne Sauerstoffbedarf

Das Virustatikum Remdesivir, auf das zu Beginn der COVID-19-Pandemie große Hoffnungen gesetzt wurden, hat in einer randomisierten Studie an Pa­tienten mit mittelschweren Erkrankungen die Erwartungen nicht erfüllt.

Laut der Publikation im Amerikanischen Ärzteblatt JAMA (2020; DOI: 10.1001/jama.2020.16349) konnte zwar mit einer verkürzten 5-tägigen Behandlung die klinische Situation von Patienten ohne Sauerstoffbedarf verbessert werden. Die Unter­schiede zur Standardtherapie waren jedoch gering.

Das Deutsche Ärzteblatt betreibt eine aktuelle Internetseite, die alle relevanten politischen und medizinischen Fragen zu COVID-19 auflistet.